Offener Brief an die ZDF‑„Anstalt“: Sexarbeitende kritisieren verzerrte Darstellung in der Sendung vom 28. April
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Pressemitteilung – 5. Mai 2026
Köln – Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD e.V.) hat einen offenen Brief zur satirischen Darstellung von Sexarbeit in der ZDF‑Sendung „Die Anstalt“ veröffentlicht. Die Sendung vom 28. April 2026 reproduzierte nach Ansicht des Verbands zahlreiche Vorurteile, verbreitete falsche Informationen und trug zur weiteren Stigmatisierung von Sexarbeitenden bei.
Nicole Schulze, Sexualassistentin und Vorsitzende des BesD e.V., gehört zu den Erstunterzeichnerinnen des Schreibens.
Sexarbeit ist Arbeit – und Arbeit verdient Respekt, Schutz und eine faktenbasierte Darstellung. Die Sendung hat jedoch Klischees verstärkt und damit einer ohnehin marginalisierten Berufsgruppe geschadet“, erklärt Schulze.
Der offene Brief kritisiert unter anderem:
die Gleichsetzung von Sexarbeit und Menschenhandel
die Missachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse
die verzerrte Darstellung von Arbeitsrealitäten
die unzureichende Einordnung der Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes
Der BesD fordert das ZDF auf, künftig verantwortungsvoller zu berichten, Betroffene einzubeziehen und differenzierte Perspektiven zu berücksichtigen.
Der vollständige offene Brief ist hier abrufbar: 👉 https://berufsverband-sexarbeit.de/satirische-darstellung-von-sexarbeit-in-der-zdf-anstalt-ein-baerendienst-fuer-prostituierte/
Kontakt für Rückfragen: Nicole Schulze Vorsitzende BesD e.V. nicole@besd-ev.de


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