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Ein Skandal der Sprachlosigkeit: Warum Betroffene beim Thema Sexkaufverbot endlich gehört werden müssen. Frau Warken, Frau Bär SCHÄMEN Sie sich!

  • Autorenbild: Nicole Schulze
    Nicole Schulze
  • 13. Nov.
  • 2 Min. Lesezeit
Foto: KI
Foto: KI

Wie oft noch? Wie oft sollen wir eingeladen werden, nur um dann übergangen zu werden? Wie oft sollen wir unsere Expertise anbieten, nur um ignoriert zu werden?


Ich bin Nicole! Sexarbeiterin, Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen und ich war zu Gast in der Live-Sendung 16.10.24 von

Stern TV auf RTL. Thema: das geplante Sexkaufverbot. Eine Debatte, die tief in mein Leben und das vieler Kolleg*innen eingreift. Doch statt zuzuhören, wurde ich zum Schweigen gebracht. Frau Bär von der CDU sprach nicht mit mir, sie sprach über mich. Ohne mich. Nicht einmal meinen Namen erwähnte sie.


Dabei war ich nicht als Statistin geladen. Ich war dort als Betroffene. Als Expertin.

Als jemand, die täglich mit den Konsequenzen politischer Entscheidungen lebt.

Heute folgte das nächste Beispiel: Johanna Weber, unsere politische Sprecherin, war im ZDF Morgenmagazin (MOMA) zu Gast. Auch sie wurde von der Politikerin Frau Warken übergangen, ihre Expertise ignoriert. Wieder kein Raum für die Stimmen derer, die es betrifft. Wieder kein Interesse an Fakten, Erfahrungen, Realität. Eine Frechheit ist das Frau Warken behauptet Johanna hat mehr gesprochen!


Ein Sexkaufverbot schützt niemanden. Es verdrängt Sexarbeit in die Illegalität, macht sie gefährlicher, unsichtbarer, unkontrollierbarer. Die Vorstellung, man könne durch ein Verbot die Nachfrage abschaffen, ist naiv und gefährlich. Sexarbeit findet trotzdem statt, nur unter schlechteren Bedingungen, ohne Schutz, ohne Kontrolle, ohne Kolleg*innen, ohne Struktur.


Was wir brauchen, ist eine sachliche Debatte. Eine, die auf Expertise basiert, nicht auf Moralismus. Eine, die Betroffene zu Wort kommen lässt. Eine, die anerkennt, dass Sexarbeit ein Beruf ist, den Menschen aus unterschiedlichen Gründen ausüben, freiwillig, selbstbestimmt, professionell.


Moderator*innen tragen hier eine besondere Verantwortung. Wenn Politikerinnen wie Frau Bär oder andere die Bühne dominieren und Betroffene systematisch ausschließen, dann müssen Journalist*innen eingreifen. Sie müssen das Wort erteilen, nicht entziehen. Sie müssen zuhören, nicht übergehen.


Ich fordere


• Schluss mit der Sprachlosigkeit.

• Schluss mit der Ignoranz.

• Schluss mit der Bevormundung.


Wir sind hier. Wir sind organisiert. Wir haben etwas zu sagen. Und wir verdienen es, gehört zu werden.


Weitere Gedanken dazu findet ihr auf meinem Blog sexpertinnicole.de, wo ich meine Erfahrungen bei Stern TV ausführlich dokumentiert habe.


ree

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