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Selbstbestimmung ist ein Recht – und ich kämpfe dafür mit vielen anderen

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Logo der Altenpflegemesse in Essen vom 21.04-24.04.26
Altenpflegemesse in Essen vom 21.04.-23.04.26

Sexuelle Vielfalt gehört für mich zum Menschsein. Sie zeigt sich in unseren Beziehungen, in unseren Körpern, in unseren Wünschen und in all den leisen und lauten Facetten, die uns ausmachen. Und doch erlebe ich immer wieder, wie besonders Menschen in ihrer Sexualität bewertet, eingeengt oder moralisiert werden.


Für mich ist klar:

Selbstbestimmung ist kein Geschenk, das man uns gewährt – sie ist ein Recht, das uns zusteht.


In den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die genau dafür einstehen. Menschen, die Sexualität nicht als Tabu, sondern als Teil der Würde begreifen. Menschen, die Räume öffnen, statt Grenzen zu ziehen. Menschen, die zuhören, begleiten und stärken. Zu ihnen gehören Thomas Aeffner, Stefanie Klee, die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) und ihre Stifterin Harriet Langanke. Ich bin dankbar, mit ihnen verbunden zu sein.


🤝 Menschen, die Sexualität menschlich machen


Ich schätze die Arbeit von Thomas Aeffner, weil er seit Jahren Orte schafft, an denen Menschen ihre Identität und ihre Bedürfnisse ohne Scham erkunden dürfen. Er steht für eine Haltung, die Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern willkommen heißt. Sein Auftreten sein Mut ist riesig in der Öffentlichkeit.


Stefanie Klee ist für mich eine der konsequentesten Stimmen, wenn es um die Rechte von Sexarbeitenden und um sexuelle Selbstbestimmung geht. Seit Jahrzehnten kämpft sie dafür, dass Menschen nicht aufgrund ihrer Sexualität oder ihrer Arbeit ausgegrenzt werden. Ihre Klarheit, ihre Erfahrung und ihre Beharrlichkeit haben unzählige Debatten geprägt, und auch mich inspiriert.


Und dann ist da die GSSG, die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit, gegründet von Harriet Langanke. Harriet hat früh verstanden, dass sexuelle Bildung, Vielfalt und Selbstbestimmung untrennbar miteinander verbunden sind. Ihre Stiftung schafft Wissen, fördert Projekte und stärkt Menschen, die sich für eine moderne, menschenwürdige Sexualkultur einsetzen. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Anker in diesem Feld.


🌿 Meine Arbeit: Sexualassistenz als würdige, menschliche Begleitung


Ich selbst bringe eine Perspektive ein, die in Deutschland noch immer viel zu selten verstanden wird.

Sexualassistenz bedeutet für mich nicht „Dienstleistung“, sondern Beziehung, Würde und Selbstbestimmung.

Ich arbeite mit Menschen, deren Sexualität oft fremdbestimmt wird. Menschen, die selten gefragt werden, was sie brauchen, was sie fühlen, was sie sich wünschen. Menschen, die gelernt haben, dass ihre Bedürfnisse „zu viel“ seien oder „nicht vorgesehen“.


Ich möchte ihnen etwas zurückgeben, das ihnen oft genommen wurde:


• das Recht, ihren Körper zu spüren

• das Recht, Nähe zu erleben

• das Recht, Sexualität ohne Scham zu leben

• das Recht, Grenzen zu setzen

• das Recht, sich selbst zu gehören


Meine Arbeit ist warm, klar, professionell und zutiefst menschlich. Sie ist Care-Arbeit im besten Sinne: achtsam, würdevoll, respektvoll.


💛 Inklusiv Intim: Mein gemeinsames Projekt mit der GSSG


Mit Inklusiv Intim habe ich gemeinsam mit der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) ein Projekt geschaffen, das meine Haltung zu Sexualität, Würde und Teilhabe sichtbar macht. Dieses Projekt ist für mich ein Herzensort: ein Raum, in dem Sexualität nicht bewertet, sondern verstanden wird. Ein Raum, in dem Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Körpern und Lebensrealitäten willkommen sind. Ein Raum, der zeigt, dass Intimität kein Privileg ist, sondern ein Teil echter Teilhabe.


Inklusiv Intim steht für:


• Begegnung ohne Scham

• Nähe ohne Angst

• Aufklärung

• Vielfalt ohne Bedingungen

• Teilhabe ohne Hürden


Ich freue mich sehr, dass dieses gemeinsame Projekt von der GSSG und mir wächst, sichtbar wird und Menschen erreicht, die lange übersehen wurden.


Und genau deshalb bin ich besonders stolz, dass Thomas Aeffner, Stefanie Klee, Harriet Langanke und die GSSG vom 21. bis 23. April auf der Altenpflegemesse in Essen vertreten sind.


Wir bieten dort täglich Sprechstunden an, in denen Expert*innen

am Stand 310 in Halle 8 für Gespräche, Fragen und Austausch zur Verfügung stehen.

Flyer Sprechstunden Halle 8 Stand 310
Sprechstunden Halle 8 Stand 310

Der BesD Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen ev. ist ebenfalls auf der Altenpflegemesse vertreten und zeigt dort, wie wichtig sexuelle Selbstbestimmung auch im Pflegekontext ist. Wir freuen uns sehr, mit unserem Fachwissen und unserer Haltung sichtbar zu sein und viele interessierte Besucher*innen am Stand 310 in Halle 8 begrüßen zu dürfen, jede Begnung zählt.


Stephanie Klee hält ihren Vortrag "Let´s talk about Sex" um am 22.04.26 um 10.05 Uhr in Halle 7 am Stand 422


🌍 Gemeinsam für eine Zukunft ohne Scham


Wenn Menschen wie Thomas, Stefanie, Harriet, die GSSG und ich zusammenwirken, entsteht etwas, das weit über unsere einzelnen Tätigkeiten hinausgeht. Wir zeigen, wie eine Gesellschaft aussehen kann, in der Sexualität nicht bewertet, sondern verstanden wird. In der Vielfalt nicht toleriert, sondern gefeiert wird. In der Menschen ihre Sexualität leben dürfen. Frei, sicher, selbstbestimmt.

Eine Gesellschaft, in der niemand Angst haben muss, für seine Bedürfnisse verurteilt zu werden.

Eine Gesellschaft, in der Nähe kein Tabu ist.

Eine Gesellschaft, in der Sexualität wieder menschlich sein darf.

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