top of page

🧠 Wissenschaft ohne Tabus – Sexarbeit im Fokus: Mein RĂŒckblick auf den DSTIG Spezial-Kongress 2025

  • Autorenbild: Nicole Schulze
    Nicole Schulze
  • 16. Nov.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Nov.

Foto: Schulze
Foto: Schulze

Am 14. und 15. November 2025 war ich als Vorstandsvorsitzende des

Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) beim Fachkongress DSTIG Spezial in Bochum zu Gast. Dort durfte gleich zur Eröffnung auf dem Podium sprechen.

Der Kongress, organisiert von der Deutschen STI-Gesellschaft, stand unter dem Motto „Wissenschaft ohne Tabus – Neue Horizonte in der STI- und Sexarbeitsforschung“ und bot eine Plattform, auf der Sexarbeiter:innen als Expert:innen auf Augenhöhe anerkannt wurden. Das allein war schon ein starkes Zeichen fĂŒr Teilhabe und Respekt. 🙌


đŸŽ€ Sexarbeit als Expertise – nicht als Randthema


Im Eröffnungsplenum diskutierten wir die Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) von 2017. Neben mir auf dem Podium saßen Viviane Bremer (Berlin), Ute TĂŒffers (Dresden) und Katrin Baumhauer (Köln); moderiert wurde die Runde von Luisa Bopp und Harriet Langanke.

Ich war eingeladen, die Perspektive des BesD zu vertreten – und das mit Stolz. đŸ’Ș


Die Evaluation, durchgefĂŒhrt vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) unter Leitung von Tillman Bartsch, bestĂ€tigt viele der Probleme, die wir als Verband seit Jahren benennen. Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden und aktuell dabei, die Empfehlungen intern zu besprechen.

Eine Stellungnahme des Verbandes wird folgen. 📑


đŸ€ Ein starkes Zeichen: Medien, Wissenschaft und Praxis im Dialog


Ein besonders bewegender Moment war fĂŒr mich die Übergabe der „Handreichung fĂŒr Medienschaffende zur Sexarbeit“ des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) an die Deutsche STI-Gesellschaft. Ich durfte dieses wichtige Dokument persönlich an Johanna Claass, Sprecherin der AG Sexarbeit in der DSTIG, ĂŒberreichen.

Gemeinsam mit den DSTIG-Vorstandsmitgliedern Thomas Neiße, Viviane Bremer, Klaus Jansen, Susanne Buder und Helmut Schöfer haben wir diesen Moment gefeiert. Ein Zeichen fĂŒr gelungene Zusammenarbeit zwischen Medien, Wissenschaft und Praxis. 🎉


Foto: Lgk
Foto: Lgk

📚 Ein Kongress mit Tiefe und Haltung


Das Programm des DSTIG Spezial war beeindruckend vielfÀltig. Neben der Evaluation des ProstSchG standen Themen wie:


‱ 🧬 STI-Versorgung in vulnerablen Gruppen

‱ đŸ„ Sexarbeit und Gesundheitszugang

‱ 🧠 Psychosoziale Versorgung und PrĂ€vention bei Menschen in prekĂ€ren Lebenlagen

‱ đŸ§‘â€âš•ïž InterdisziplinĂ€re AnsĂ€tze in der Versorgung von Menschen mit komplexen BedĂŒrfnissen


Diese Themen spiegeln wider, wie wichtig es ist, Gesundheit nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit sozialer Teilhabe, LebensrealitÀten und strukturellen Barrieren.

Der Kongress hat gezeigt: Nur durch Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Community können nachhaltige Lösungen entstehen.


💖 Fazit: Sichtbarkeit, Stolz und Verantwortung


Ich bin dankbar, dass ich als Sexualassistentin/Sexarbeiterin und Verbandsvorsitzende Teil dieses Kongresses sein durfte. Es war eine Veranstaltung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Haltung zeigt.

Eine Veranstaltung, die deutlich macht: Wenn wir ĂŒber Gesundheit sprechen, mĂŒssen wir auch ĂŒber Teilhabe, WĂŒrde und Selbstbestimmung sprechen, und das ohne Tabus. 🌈



bottom of page