Wissenschaft statt Ideologie: Warum das „Nordische Modell“ Sexarbeitenden schadet 🚫💔
- Nicole Schulze
- 22. Nov.
- 2 Min. Lesezeit

Am 13. November 2025 sprach sich Bundesgesundheitsministerin Warken im ZDF-Morgenmagazin für das sogenannte „Nordische Modell“ aus – ein Ansatz, der die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen kriminalisieren soll.
Was auf den ersten Blick nach Schutz klingt 🛡️, bedeutet in der Realität das Gegenteil: Repressive Gesetze verschärfen die Risiken für Sexarbeitende ⚠️, treiben sie in unsichere Arbeitsbedingungen und verschlechtern den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Prävention 🏥❌.
Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig 📊. Die im Juni veröffentlichte, mit Steuergeldern finanzierte Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes zeigt klar: Verbote und Kriminalisierung führen zu mehr Gewalt 💥, weniger Sicherheit 🚷 und schwächerer Prävention 🕊️. Wer diese Erkenntnisse ignoriert, stellt Ideologie über Menschenrechte ✊ und gefährdet die öffentliche Gesundheit 🌍.
Gemeinsam mit zahlreichen Expert:innen, Beratungsstellen, Ärzt:innen und Sexarbeitenden habe ich daher einen offenen Brief ✉️ unterzeichnet, der die Ministerin zum Rücktritt auffordert. Denn wer wissenschaftliche Fakten und menschenrechtliche Prinzipien ausblendet, kann die Verantwortung für ein so sensibles Amt nicht tragen.
Es geht nicht nur um Sexarbeit 💃 – es geht um die Grundrechte, die Würde und die Gesundheit von Menschen ❤️. Wir brauchen eine faktenbasierte, menschenrechtskonforme Politik, die Sicherheit und Selbstbestimmung stärkt 🌱✨, statt sie zu schwächen.
👉 Call-to-Action: Unterstützt uns, teilt den offenen Brief und setzt ein Zeichen für Menschenrechte und Selbstbestimmung! 💪📢
Frau Warken treten Sie sofort zurück!!!!
Nicole Schulze
Mitunterzeichnerin der Forderung!
Sehr geehrte Frau Bundesministerin,
im ZDF-Morgenmagazin vom 13. November 2025 sprachen Sie sich für das so genannte „Nordische Modell“ und damit für eine Kriminalisierung der Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen aus. Mit dieser Forderung ignorieren Sie wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach solche Verbote sich in erster Linie negativ auf Sexarbeitende auswirken.
Insbesondere missachten Sie die Erkenntnisse der im Juni veröffentlichten, mit Steuergeldern finanzierten Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes.
Die Evidenz ist eindeutig: Repressive Ansätze erhöhen das Risiko von Gewalt, verschlechtern die Gesundheitsversorgung und schwächen Prävention – zum Schaden der Sexarbeitenden und letztlich der öffentlichen Gesundheit. Das bewusste Ausblenden solch zentraler wissenschaftlicher und menschenrechtlicher Fakten zeugt von fehlendem Sachverstand im Umgang mit einem hochkomplexen Politikfeld.
Als Gesundheitsministerin dürfen Sie die gesundheitlichen Folgen des von Ihnen propagierten Verbots nicht ausblenden. Wer Ideologie über Wissenschaft und Menschenrechte stellt, kann die Verantwortung dieses Amtes nicht tragen.
Wir fordern Sie daher zum Rücktritt auf, um den Weg für eine faktenbasierte und menschenrechtskonforme Gesundheitspolitik freizumachen.
Mit freundlichen Grüßen von den Erstunterzeichner:innen:
Elfriede Steffan, Berlin, Sozialwissenschaftlerin
Harriet Langanke, Köln, SexualwissenschaftlerinHydra e.V., Berlin,
BeratungsstelleRoter Stöckelschuh, Projekt, Berlin/Köln
Deborah Hacke, Berlin, Sexualwissenschaftlerin
Maia Ceres, Berlin, Sexarbeiterin
Nina Hannemann, Hamburg, Sexualtherapeutin
Jörg Signerski-Krieger, Göttingen, Sexualtherapeut
Sarah Mewes, Köln, Sexarbeiterin
Matthias Wulle, Hagen, Allgemeinmediziner
Elias Goldmund, Berlin, Sexarbeiter
Roberta Schlüter, Freiburg, Projekt MSV
Helena Jestaedt, Bochum, Projekt MSV
Ricardo Werner, Berlin, Arzt
Valentin Ansvar, Köln, Initiative Kundschaft
Nicole Schulze, Sehlem, Sexarbeiterin
Heinrich Dette, Berlin, Sexarbeiter
Konstantin Dellbrügge, Nürnberg, Sexarbeiter
Heidrun Nitschke, Kassel, Gynäkologin


